«Schweizer Literaturpreise 2017 – Annette Hug, Jens Nielsen»

März 2017

«Schweizer Literaturpreise 2017 – Annette Hug, Jens Nielsen»

Lesung und Gespräch

Annette Hug – «Wilhelm Tell in Manila»

Auf mühelose Weise verknüpft Annette Hug in ihrem Buch «Wilhelm Tell in Manila» (Das Wunderhorn, 2016) gleich vier Geschichten. Sie erzählt die Jahre des philippinischen Nationalhelden José Rizal in Spanien, Frankreich und vor allem Deutschland, seine Übersetzung von Schillers Wilhelm Tell in seine Muttersprache, Tagalog, seinen Umgang mit Kapazitäten der deutschen Augenheilkunst und Völkerkunde und den Unabhängigkeitskampf der Philippinen im spanischen Weltreich. Beim Übersetzen denkt Rizal schon postkolonial, denn er nutzt den Kulturkontakt, statt ihn zu verweigern.

Annette Hug, 1970 geboren, lebt und arbeitet als freie Autorin in Zürich. Sie hat in Zürich und Manila Geschichte und Woman Developpment Studies studiert. In Manila hat sie auch die philippinische Sprache Tagalog gelernt. Sie hat als Gewerkschaftssekretärin und Dozentin gearbeitet sowie für Zeitungen geschrieben.


Jens Nielsen – «Flusspferd im Frauenbad»

Jens Nielsen versetzt uns in seinen Radio-Kolumnen in vertraut Alltagsszenen, die plötzlich aus den gewohnten Bahnen geraten und sich der Kontrolle entziehen. Bei aller Verblüffung über die oft fast surrealen Einfälle, bei allem Schmunzeln über schräge Situationskomik fühlen wir uns ertappt in geheimen Ängsten, aber auch in subversiven Wunschvorstellungen. «Flusspferd im Frauenbad» (Der gesunde Menschenversand, 2016) ist ein Buch voll von phantasievoller Lebensweisheit und voll von hintersinnigem, poetischem Witz.

Jens Nielsen, (*1966) ist Schauspieler, Sprecher und Schriftsteller mit dänischen Wurzeln. Er lebt und arbeitet heute in Zürich und Berlin. Seit 2007 ist er Hausautor der Theaterformation Trainingslager. Sein Werk umfasst Theaterstücke, Hörspiele sowie Bände mit kurzen und kürzesten Erzählungen.

Moderation: Beat Mazenauer

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur (BAK).
Im Anschluss offeriert das BAK einen Aperitif.

Bilder: ©Corinne Stoll

Eintritt CHF 18 / CHF 15
Türöffnung: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn

Mit Ihrem Besuch auf unserer Website stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung und der Verwendung von Cookies zu. Dies erlaubt uns unsere Services weiter für Sie zu verbessern.