In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied

Januar 2026
Lesung und Gespräch

Usama Al Shahmani

In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied

Als sein Vater in Israel im Sterben liegt, reist Gadi, der als Dozent für hebräische Sprache in Zürich lebt, nur widerwillig zu ihm ans Krankenbett. Über dreißig Jahre hatte er keinen Kontakt mehr zu seinem Vater. Nach seinem Tod bleibt eine Tasche mit Tagebüchern und Aufzeichnungen sowie der letzte Wunsch, die Hälfte seiner Asche solle in den Tigris gestreut werden. In einem der Hefte begegnet Gadi nicht nur ein unbekannter Vater, sondern auch ein dunkles Kapitel der irakischen Geschichte: die Vertreibung der dort seit über 2500 Jahren ansässigen jüdischen Bevölkerung unter tatkräftiger Hilfe der Nationalsozialisten.

Ebenso eindringlich wie poetisch erzählt Usama Al Shahmani in seinem von der Stadt Zürich mit einem Literaturpreis ausgezeichneten Roman In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied (Limmat, 2025) ein Stück irakische Geschichte, untrennbar verbunden mit dem Nahostkonflikt, der kolonialen Vergangenheit Europas und dem Nationalsozialismus.

«Detailreich schildert Al Shahmanis Roman die schicksalhaften Entwicklungen im Irak der 1930er und 1940er Jahre. Eine spannende und anregende Perspektive, die sich tastend zwischen Fiktion und Faktischem bewegt.» – Eva-Christina Meier, taz

 

Moderation:

Claudio Spescha

Ort:

lit.z, Stans

Zeit:

19.45 Uhr

Eintritt:

CHF 20, ermässigt CHF 17

Foto:

© Ayse Yavas

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